[Talk] Warum „Gemeinsam lesen“ bereichernd ist

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Hallo ihr Lieben,

da bin ich mal wieder. Eine Woche lang hatte ich leider keine Zeit zum Bloggen, aber vielleicht schaffe ich es ja jetzt wieder öfter.
Zum heutigen Beitrag angeregt wurde ich durch eine kleine Leserunde, die ich gemeinsam mit Julia (Julias Wunderland) und Katharina (Keksmond erzählt) auf Twitter mache. Wir lesen gemeinsam das Buch „Shatter me“ / „Ich fürchte mich nicht“ von Tahereh Mafi. Während es für Julia und mich ein Reread ist, steigt Katharina ganz neu ein. Aber darum soll es heute eigentlich nicht gehen – sondern um die Vorteile davon, Bücher gemeinsam zu lesen!

1. Na klar: Der Austausch!

Das ist wohl der naheliegendste Punkt. Wenn man ein Buch gleichzeitig liest, kann man sich austauschen. Und zwar nicht nur, was die Meinung angeht, sondern auch, was Geschichte, Charaktere und Handlungsverlauf betrifft. Was ich damit meine? Nun, wenn man Verständnisprobleme hat oder sich einfach nur über bestimmte Protagonisten aufregen möchte, hat man sicher einen Ansprechpartner. Ist durchaus von Vorteil!

2. Motivation

Genauso verhält es sich mit der Motivation. Gerade bei sehr dicken Büchern oder Geschichten mit extremen Längen in der Handlung ist es effektiv, sich mit anderen Lesern darüber auszutauschen und zu motivieren. Im Prinzip ist das wie beim Sport: Man feuert sich gegenseitig an (- und kann am Ende feiern, wenn man es geschafft hat!).

3. Kontakt zu anderen Lesebegeisterten

Man lernt natürlich auch andere Leute noch besser kennen! Man beginnt zu verstehen, was ihnen an Büchern wichtig ist, wie sie lesen, wie sie ticken. Man hat eine Gemeinsamkeit, eine gemeinsame Aktion, die verbindet.
Und vielleicht lernt man auch ganz neue Menschen kennen – der Kontakt zu anderen wird auf jeden Fall gefördert. Und wer weiß, vielleicht trifft man sich ja auch persönlich, um über das Buch zu diskutieren…

4. Gesprächsbedarf!

Das geht ein bisschen mit Punkt 1 einher. Kennt ihr es, dass ihr beim Beenden eines Buches einfach Gesprächsbedarf habt? Klar gibt es meistens einige Leute, die das Buch ebenfalls gelesen haben – aber im schlechtesten Fall ist das schon viele Jahre her. Eure Lesepartner fühlen aber vielleicht dasselbe wie ihr – und zur gleichen Zeit! Besser geht es wohl nicht mehr, oder? Außerdem kann man gemeinsam spekulieren, wie die Geschichte wohl weitergehen mag (wenn es eine Reihe ist)…

5. Lesen als Rundum – Erfahrung

Und zu guter Letzt: Man nimmt das Lesen ganz anders wahr. Man nimmt sich einerseits mehr Zeit, andererseits beschäftigt man sich aber auch deutlich mehr mit der Geschichte, den Charakteren und dem Schreibstil. Zumindest mir fällt das auf, wenn mir nach jedem Leseabschnitt eine Meinung darüber bilde. Dadurch bleibt in mir ein viel umfangreicherer Eindruck vom Buch zurück, da ich mich einfach stärker damit auseinander gesetzt habe.

Übrigens: Auch für Rezensionen ist ein solcher Austausch über das Buch nur von Vorteil. Man hat sich schon während des Lesens stark mit der Geschichte beschäftigt und muss dadurch beim Schreiben der Rezension nicht mehr viel Nachbereitung leisten. Und, ein weiteres Plus: in euren Chatverläufen hat man seine Gedanken gesammelt – im Prinzip wie in einem Notizbuch. Und nein, damit meine ich nicht, dass man die Gedanken der anderen Mitleser in seiner Rezension als seine eigenen ausgeben soll. Bitte nicht.


Wie unterscheiden sich große Leserunden (wie zB auf Lovelybooks) von einem kleinen gemeinsamen Lesen?

Für mich gibt es da einen naheliegenden Hauptpunkt: die Größe. In kleineren Runden fällt der Austausch deutlich leichter, während ich in den großen Lovelybooks Runden immer das Gefühl hatte, unterzugehen. Selbst wenn sich jemand für meine Meinung interessiert, die Chance, dass man meinen Kommentar in der Masse findet, ist schon sehr gering.
Dazu kommt noch, dass es in diesen großen Runden natürlich gewisse Einschränkungen gibt – was sicher auch sinnvoll ist, irgendwie musst du die Gruppe ja bei Laune halten und für Ordnung sorgen. Die Aufgaben xy müssen bis zum Tag x gelöst werden. Die Rezensionen müssen bis zum Tag x freigeschaltet sein. Und so weiter. Wie gesagt, solche großen Runden brauchen diese Extras. Aber im kleinen Kreise ist man da deutlich freier.

Ich für meinen Teil bevorzuge inzwischen die intimere und familiärere Atmosphäre beim „Gemeinsam lesen“ mit Freunden und Gleichgesinnten.


Was fallen euch noch für Vorteile ein?
Lest ihr auch lieber in einer kleineren Gruppe mit? Und macht ihr solche Aktionen öfters?

Lasst mir gern eure Meinung da, mich interessiert’s!

Bis demnächst,
xoxo Stopfi

10 Gedanken zu “[Talk] Warum „Gemeinsam lesen“ bereichernd ist

  1. Ich lese häufig Bücher mit anderen zusammen und kann deinen Vorteilen nur zustimmen 😁.
    Mir macht es in kleineren Leserunden auch mehr Spaß, da man häufig auch mehr Kleinigkeiten diskutieren kann. Bei größeren Leserunden wie bei Lovelybooks oder Goodreads werden die Kommentare ja doch eher allgemein gehalten.

    Ich lese aber auch gerne alleine, weil ich da schneller vorwärts komme 🙈😂

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    • Das stimmt! Man hat einfach auch Zeit dafür…das ist schon sehr toll 🙂
      Aber allein hat schon auch seine Vorteile – ich komm ja da auch deutlich schneller vorwärts.
      LG. Emily

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  2. Hallo Emily,
    Leserunden finde ich an sich echt toll, da man sich mit den anderen austauschen kann und sich deutlich intensiver mit dem Buch beschäftigst (wie du oben schon gennant hast). Bisher hatte ich nur eine Leserunde auf Lovelybooks und ungefähr drei private über Twitter. Dabei habe ich mich bei der Twitterrunde am wohlsten gefühlt. Die Leserunden von Lovelybooks sind irgendwie so unpersönlich. Mir kommt es auch teilweise vor als machen die Leute da nur das nötigste, weil sie das Buch so umsonst bekommen.

    ohhh… „ich fürchte mich nicht“ hätte ich auch auf dem SuB bei mir rumliegen ^^

    Liebe Grüße,
    Kaddy

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    • Hii Kaddy,
      Unpersönlich trifft es ganz gut, denke ich! Und gerade bei LB fällt halt bei der Leserunden Qualität schon auf, dass man in der Regel das Buch zugeschickt bekommt. Echt schade 😦
      Ja? Ich lese es jetzt zum 2. Mal, das erste Mal auf Deutsch und jetzt auf Englisch. Bin mal gespannt, ob es mir besser oder schlechter gefällt jetzt 🙂
      Viele Grüße,
      Emily

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  3. Hey Emily,
    bin gerade erst über deinen Artikel gestolpert! Das kann ich voll und ganz so unterschreiben, das sind auch für mich die Vorteile des gemeinsamen Lesens in der kleinen Gruppe! Ich mache es zwar zum ersten Mal, aber genau deswegen hatte ich Lust dazu! Ich wollte evtl. nach unserem Lesen ein kleines Fazit ziehen, darf ich deinen Artikel dann verlinken? Ist aber auch noch nicht ganz sicher, ob ich in nächster Zeit so sehr zum Bloggen komme… leider.
    Ich hoffe, ich schaffe es bald mal, weiter zu lesen, es tut mir wirklich unendlich leid – ich glaube, ich halte euch total auf!
    Liebe Grüße,
    Katharina

    Gefällt 1 Person

  4. Ich fand gemeinsames Lesen auch immer schön, am besten mit wirklich guten, nahen Lesefreunden. Aber mittlerweile fehlt mir die Zeit, da immer so bei zu bleiben, deswegen nehme ich auch an keiner Leserunde mehr teil, ob jetzt bei Lovelybooks, oder so „privat“. Das wäre nicht fair, weil ich einfach nicht gewährleisten kann, dass eben das, was eine Leserunde ausmacht, von mir kommt..

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