Play & Pretend von Nena Tramountani – Shakespeare trifft auf New Adult

„Und ist entsetzlich wild, obschon so klein?“

Allgemeines (Werbung)

Roman (New Adult) – 464 Seiten – 12,00€ – ISBN: 978-3-328-10620-3 – Verlagsseite Penguin – Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar!

Worum geht’s?

Im dritten und letzten Band der „Soho-Love“ Reihe (meine Rezensionen zu Band 1 und 2) begleiten wir Briony, die wir schon als Mitbewohnerin der WG aus den vorherigen Büchern kennen. Sie studiert Schauspiel und liebt es, immer wieder in neue Rollen zu schlüpfen. Nun muss sie allerdings für ihr Abschlussstück eng mit ihrem Kommilitonen Sebastian zusammenarbeiten, der einer der wenigen ist, der es vermag, hinter Brionys Fassade zu blicken – und den sie mehr und mehr ins Herz schließt….

Meine Meinung

Ich war schon sehr gespannt auf den Abschlussband der Trilogie. Besonders gefallen hat mir auch hier wieder das Setting, es macht einfach Spaß, mit unseren Protagonisten in London unterwegs zu sein. Auch die WG ist jedes Mal wieder eine echte Wohlfühloase. Und mit ihnen die WG Mitbewohner, die wir alle schon zu Genüge in den vorherigen Bänden kennenlernen durften. Es ist wirklich toll, wie sich die Protagonisten gegenseitig unterstützen und dabei in ihren Gefühlen, Ängsten und Problemen wahnsinnig authentisch sind.

Mindestens genauso authentisch sind auch die zwei Hauptcharaktere Briony und Sebastian. Die beiden passen einfach sehr gut zusammen und es wärmt das Herz, ihre Entwicklung mitzuverfolgen. Diese bleibt dabei immer glaubwürdig und nachvollziehbar. Ich finde es toll – und im Hinblick auf die Thematik sehr wichtig – wie sich die beiden einander öffnen und ehrlich über Sorgen und Probleme reden. Gerade Briony verdient dafür meinen vollsten Respekt. Sie hat einen wahnsinnig starken Charakter und kann ein echtes Vorbild sein.

Auch die gerade angesprochene Thematik ist ein Pluspunkt dieses Buches. Es ist schön, wie vielfältig die Themen in New Adult Geschichten mittlerweile sind. Und gerade Nena Tramountani geht hier mit sehr viel Feingefühl und Respekt vor, ohne dabei die verschiedenen Themen ständig in den Vordergrund zu stellen. Zudem gefällt mir der Aspekt der Schauspielerei sehr gut. Die Autorin hat in jedem der drei Bücher interessante Themen verpackt, sei es der Journalismus (in Band 1), die Kunst (in Band 2) und nun eben das Theater. Es ist sehr erfrischend, die unterschiedlichen Alltage der Protagonisten kennenzulernen.

Wir sahen das, was die anderen uns sehen lassen wollten. Und wir waren blind für die kleinen Hinweise, weil wir viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt waren. Das war die Tragödie der gesamten Menschheit.

Auch der Schreibstil ist wie gewohnt sehr einfühlsam und flüssig, auch wenn ich hier gerade am Anfang einige Probleme hatte, beim Lesen voranzukommen. Vielleicht lag es aber auch eher an meinem Alltag als am Buch selbst. Besonders gefallen haben mir die Assoziationen zu Shakespeares „Sommernachtstraum“, das Abschlussstück, in dem Briony und Sebastian zusammen auftreten.

Die Handlung ist stringent und immer wieder überraschend, gespickt mit schönen Momenten. Auch das Ende gefällt mir sehr gut, die Geschichte wird zufriedenstellend aufgelöst, die endgültige Zukunft der Protagonisten bleibt jedoch offen. Insgesamt ist es aber ein schöner Abschluss der Trilogie, der einen mit einem weinenden und einem lachenden Auge zurücklässt.

Fazit

Was bleibt, ist ein Buch mit einer starken Message und einer berührenden Liebesgeschichte, die genau dann wehtut, wann sie wehtun muss, das Herz in tausend Stücke zerreißt und es dann wieder zusammensetzt. Mein einziger Kritikpunkt sind die paar Längen zu Beginn der Geschichte.
Allgemein ist die Trilogie von Nena Tramountani eine dicke Empfehlung für alle New Adult Liebhaber und die, die es noch werden wollen.

Es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten (…). Es ist ein Zeichen von Stärke.

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